Massage nach Breuß 

Massageformen, mit denen der Rücken- und Wirbelsäulenbereich des Menschen positiv beeinflusst werden soll, findet man häufig. 
Jedoch nur wenige dieser Massagetechniken haben es geschafft, sich auch international über Jahrzehnte hinweg zu etablieren – eine davon ist die Massage nach Breuß. 
 Die Breuß-Massage ist eine sanfte, energetische Massagetechnik, die Rückenproblemen vorbeugen und bei Bandscheibenbeschwerden Linderung verschaffen soll. 
Inzwischen ist diese Massageform immer häufiger im Wellness- und Entspannungsbereich anzutreffen, wo sie von vielen Anwendern und Therapeuten erfolgreich praktiziert wird. 
Merkmale der Massage sind weiche, nahezu druckfreie Grifftechniken, die unter Einbeziehung von Johanniskrautöl und Seidenpapier im Wirbelsäulenbereich des Kunden ausgeführt werden. 
Diese Massage mit Streckung der Wirbelsäule und daraus resultierender Regeneration der Bandscheiben bewirkt zusätzlich eine tiefe, wohltuende Ganzkörperentspannung. 
Herkunft und Geschichte der Massage
Die Breuß-Massage wurde von dem Österreicher Rudolph Breuß (1899–1990) entwickelt. Breuß, der seine berufliche Laufbahn als Elektromonteur begann und später in den Heilpraktikerberuf wechselte, wurde zuerst durch verschiedene (inzwischen eher umstrittene) Thesen zu Krebstherapien bekannt.
Die Breuß-Massage entstand eher zufällig durch den Umstand, dass Breuß seine Patienten mit Rücken- und Bandscheibenproblemen nicht mehr zu seinem kooperierenden Chiropraktiker schicken konnte, da dieser aus dem Umkreis wegzog. Breuß blieb nichts anderes übrig, als bei seinen Patienten selbst „Hand anzulegen“ und so seine eigene Massagetechnik zu entwickeln.
Die Massage nach Breuß (Massage im Wirbelsäulenbereich) wird heute oft zusammen mit der Dorn-Methode (Dieter Dorn, 1938–2011) genannt und auch angeboten. Dorns Methode basiert auf einer manuellen Korrektur von Wirbeln und Beinlängendifferenzen, ohne dabei mechanischen Druck auszuüben. 
Grundgedanke und Wirkungen der Massage
Breuß war der Auffassung, dass Bandscheiben nicht an Substanz verlieren, sich also nicht verbrauchen. Er verglich die Bandscheibe mit einem „nassen Schwamm“: Bei einseitigem und zu starkem Druck wird sie zusammengepresst, kann weder Wasser noch Nährstoffe aufnehmen und trocknet aus. Die Lösung, die Breuß daraufhin erarbeitete, lag darin, durch die Massage die mechanische Belastung auf die Bandscheiben zu reduzieren, damit sie sich wieder mit Wasser füllen können.
Die Umsetzung dieser Theorie in die Praxis geschieht durch die speziellen Abläufe in der Massage, wobei die Regenerierung der Bandscheiben durch die Streckung der Wirbelsäule in Verbindung mit Johanniskrautöl erfolgt.